Skandinavien

Die lang ersehnte Reise durch Norwegen an das Nordkap, zurück über Finnland und Schweden, war ein tolles Erlebnis. Leider aber hat uns das Wetter ab der zweiten Woche so zugesetzt, dass aus der geplanten 6 wöchigen Reise letztendlich nur eine 4 wöchige wurde. Das wichtigste Ziel, das Nordkap, durften wir bei herrlichem Sonnenschein und 2 Grad über Null erleben.


Chronologischer Ablauf der Reise:

17.05.18   Die Vorbereitungen für unsere Skandinavien-Reise nehmen langsam Formen an. Eine Halterung für die Senseo-Pad Maschine ist eingebaut, getestet und für gut befunden. WLAN-Verstärker ALFA-R36 heute noch einmal alle Funktionen ausprobiert. Große Gasflasche 11kg in den Gasraum gewuchtet und angeschlossen. Die 5kg Flasche muss noch ergänzt werden.


29.05.18   Am 26.05.18 war endlich Start. Nach je einer Übernachtung in Hardegsen (bei Göttingen) und Oeversee (bei Flensburg) sind wir nun den zweiten Tag in Lokken (in Dänemark, in der Nähe von Hirtshals). Morgen geht die Fähre von Hirtshals nach Larvik (Norwegen).


30.05.18   Auf nach Norwegen. Die Fähre bringt uns heute von Hirtshals (Dänemark) nach Larvik (Norwegen). In Larvik noch ein paar Minuten Autofahrt und wir stehen auf unserem Übernachtungsplatz.


31.05.18   Heute von Larvik nach Otta. Immer E6, gut ausgebaut bis Oslo, aber bald nur noch Baustellen. Trotzdem ohne Stau bis zu einem kleinen Campingplatz kurz vor Otta.


01.06.18   Es geht weiter Richtung Geiranger, weg von der E6. Die Landschaft wird immer schöner und wir konnten ein paar schöne Bilder einfangen. Bei herrlichem Sonnenschein erreichten wir den Campingplatz bei Geiranger.


02.06.18   Heute stand Besichtigung Geiranger-Fjord auf dem Programm. Mit dem Schiff nach Hellesylt und zurück, vorbei an mächtigen Felsen, unzähligen Wasserfällen und an den bekannten „Sieben Schwestern“. Zurück auf dem Campingplatz ein kurzer Abstecher an den reißenden Fluß, welcher an unserem Platz vorbei in den Fjord floß.


03.06.18   Nun lassen wir den Geiranger hinter uns und fahren über einige Serpentinen hoch und runter, an wilden Flüssen vorbei, kommen zu den „Trollstigen“, überqueren zweimal einen Fjord mit der Fähre und finden kurz vor der Atlantikstraße einen Übernachtungsplatz (einsam).


04.06.18   In der Nacht ändert sich das Wetter, Bewölkung und Wind sind angesagt. Die Atlantikstraße ruft, der Anfang der Straße ist imposant, dann aber wird sie zur normalen Straße. Durch einige Tunnel, gelangen wir dann nach Trondheim, wo wir den Stellplatz, welcher zentral zur Innenstadt liegt, ansteuern. Es folgt die Besichtigung des Dom’s, der Brücke und der Stadt, danach zurück zum Womo, der Wind war eisig.


05.06.18   Früh zum Aufbruch, es standen unterwegs ein paar kleine Besichtigungen auf dem Programm. Eine Kirche, Felszeichnungen, eine sehr alte Holzbrücke und Kapellen der Samen. Das Wetter wechselte ständig zwischen Bewölkung und Regengüssen. Am Abend erreichten wir dann einen wunderschönen Übernachtungsplatz direkt am Wasser.


06.06.18   Heute stand wieder einiges auf dem Programm. Zwei Kirchen und eine imposante Wasserstufe besichtigt, den 7. längsten Tunnel von Norwegen durchfahren und letztendlich auf einer Hochebene den Polarkreis überquert. Es wird nicht mehr dunkel.


07.06.18   Schreck in der Morgenstunde, Schnee auf dem Womo und 2 Grad Außentemperatur. Trotzdem gemütlich gefrühstückt und ab zum größten Gezeitenstrom der Welt. Da aber der Gezeitenkoeffizent im Moment recht niedrig ist, waren die Strudel nicht all zu groß, aber trotzdem noch recht imposant. Am Spätnachmittag von Skutvik mit der Fähre nach Svolver (Lofoten) übergesetzt.


08.06.18   Lofoten: Auf ins Wikinger-Museum. Der Besuch des Museums mit Führung war sehr gut und aufschlussreich. Weiter ging es Richtung Süden zum nächsten Halt. In Sund besuchten wir ein kleines Maschinen-Museum samt Kunstschmied, hier war auch unser Übernachtungs-platz direkt an der Mole.


09.06.18   Starker Regen in der Nacht. Trotzdem weiter in den Süden nach Ä, der Ort mit dem kürzesten Namen. Die Besichtigung des Stockfisch-Museums viel sprichwörtlich ins Wasser. Nun Kehrtwendung und zurück Richtung Norden. Es regnete den ganzen Tag, die Lofoten zeigten sich von der Schlechtwetterseite.


10.06.18   Bei der Weiterfahrt hatten wir die Hoffnung auf Wetterbesserung, dem war aber nicht so. Tromsö erwartete uns im Regen, dazu waren die Stellplatz-Koordinaten aus dem Womo-Reisefüher falsch. Kurz ein Abstecher in die Stadt, die Eismeer-Kathedrale besichtigt und der Tromsö-Besuch war beendet.


11.06.18   Auf einer gut ausgebauten E6 ging die Fahrt weiter Richtung unserem Ziel: Nordkap. Etappenziel war die Stadt Alta, wo wir am Nachmittag bei „Sonnenschein und leichter Bewölkung“ ankamen. Wir entschieden uns mal wieder für einen Campingplatz, in der Hauptsache wegen Wäsche waschen. !! Haben heute die ersten Rentiere gesehen !!


12.06.18   In Alta stand heute die mit Titanplatten verkleidete Nordlyskathedrale auf dem Plan. Nach dem Fotoshooting rollten wir wieder gen Norden. Auf dem Weg nach Hammerfest hatten wir noch einen Stop bei einer schönen Samenkapelle. Da Hammerfest nicht viel zu bieten hatte, landeten wir schließlich auf einem von Wohnmobile gut besuchten Picknickplatz.


!Nordkap erreicht!

13.06.18   Auf, zur letzten Etappe zum Nordkap. Nur noch ein paar schlappe Kilometer (100 km), dann liegt das Ziel vor uns. Noch 550 NOK und wir biegen auf den Parkplatz ab. Dick eingepackt gehts zum Nordkap-Symbol, wo uns das Glück hold ist, kein Regen, einigermaßen gute Sicht und wenig Leute.

13.06.18 um 23.00 Uhr    Ein unglaubliches Schauspiel, nein Erlebnis, eine fast mystische Stimmung. Bei uns zuhause ist schon lange dunkel und hier das tollste Wetter, ein bißchen kühl.


14.06.18   Morgens um 7 Uhr der Abschied vom Kap. Gemütliches Frühstück und wieder Richtung Süden, vorbei an schönen Buchten und verschlafenen Fischerdörfchen.


15.06.18   Norwegen verabschiedet uns mit Regen und schlechten Straßen. Ein Besuch von „Juhl’s Silvergallery“ in Kautokeino (die heimliche Hauptstadt der Lappen) war dafür eine Entschädigung. Die Fahrt war, außer ein paar stattlichen Renntieren, äußerst eintönig. Der Übernachtungsplatz in Finnland, den wir über meinwomo.net gefunden haben, ist idyllisch.


16.06.18   Am Morgen hatten wir wunderschönes Wetter, strahlend blauer Himmel und satte 12 Grad :). Alsbald ging es wieder auf die Straße zurück um dem Süden ein bißchen näher zu kommen. Die erste Anlaufstelle waren die Kokkula Fossen in der Nähe von Tornio(Finnland). Leider waren diese Stromschnellen nur eine leicht stärkere Strömung (enttäuschend). Der nächste Halt dann schon in Schweden, bei der Gammelstads Kyrkstad (Kirchstadt von Gammelstadt), wo gerade ein Folks- und Folklorefestival statt fand. Das Abendessen, ein frisch geräucherter Lachs, nahmen wir dann auf einem total überfüllten Rastplatz an der E4 ein.


17.06.18   Nach einer unruhigen Nacht (Motor- und Autolärm) bei strahlendem Sonnenschein unser Frühstück genossen. Danach den Rastplatz wieder mit der Straße getauscht, mit dem Ziel daß am Spätnachmittag der zuvor ausgesuchte Campingplatz (nahe Sundsvall) erreicht wird. Zur Mittagszeit besuchten wir auf halber Strecke das Naturum am Rand des Skulebergets Naturreservat. Pünktlich zum Nachmittag begann der Regen, so wie schon die Tage zuvor.


18.06.18   Am Morgen war wie schon die letzten Tage Sonnenschein angesagt. Nach gemütlichem Aufstehen, Morgentoilette und Frühstück ging es wieder auf die Reise. Heute waren noch einmal Straßenkilometer angesagt. Das schöne Wetter hielt sich bis zum Abend. Wo sind wir gelandet? Am Göta-Kanal in der Nähe von Norrköping auf Kapten Bille’s Stellplatz direkt am Kanal.


19.06.18   Nach den Kilometer-Attacken der letzten Tage war heute „slow go“ angesagt. Sind von Norsholm über Berg, wo der Göta Kanal 11 Staustufen hat, nach Motala gefahren (lächerliche 80 Kilometer). Die Staustufen in Berg sind eine tolle, für die Bauzeit (1810-1832) eine fantastische Ingenieur-Leistung. Schon zur Mittagszeit haben wir unseren Übernachtunsplatz in Motala, wo der Göta Kanal in einen weiteren See den Vätternsee mündet, angefahren.


20.06.18   Heute hatten wir zwei Ziele: Einmal, dass wir nur so wenig Schnell- und Europastraßen benutzen wie nötig und zweitens, den Südzipfel von Schweden zu erreichen. Beides ist uns gelungen, dazu haben wir einen wunderschönen Stellplatz am Meer gefunden. Das Wetter war leicht sonnig aber immer noch ein starker Wind, welcher gegen den Abend zugenommen hat. Schauen wir mal wie es morgen wird.


21.06.18   Der Übernachtungsplatz war sehr schön, leider hat das Wetter immer noch nicht mitgespielt. Gefrühstückt, zusammengepackt, bezahlt und ab die Post. Heute waren die E22 und E20 (Autobahnen) angesagt. Das Wetter wurde so miserabel, dass wir die beiden großen Brücken „Öresund“ und „Störebälts“ überhaupt nicht genießen konnten. Auch das Ablichten einer schönen südschwedischen Kirche hat nicht geholfen. Wir fahren heim.


22.06.18   Wie kann man nur auf die Idee kommen, an einem Freitag und dazu noch zu Ferienbeginn in Niedersachsen auf der Autobahn A7 in Richtung Kassel zu fahren. Das Ergebnis: Von einem Stau zum nächsten Stau. Morgens um 9 Uhr von Diermäs (kleiner Ort in Dänemark 40 Km nördlich Flensburg) losgefahren und am Abend 19 Uhr in Hardegsen (nähe Göttingen) angekommen, d.h. für 485 Km haben wir mit Pausen 10 Stunden gebraucht.


23.06.18   Die Reise ist zu Ende!

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